Muttermund
Auch die Cervix (der Muttermund) selbst macht während eines Zyklus' eine Veränderung durch: Während sie zu Beginn des Zyklus hart, geschlossen und tief stehend (d.h. gut fühlbar) ist, steht sie in der Zeit des
Eisprungs ziemlich hoch (d.h. schwer erreichbar), ist weich und leicht geöffnet. Während dieser Zeit tritt auch häufig der sogenannte "Mittelschmerz" auf, ein Ziehen im Unterleib, welches mit dem Eisprung in Verbindung steht (und ca. 0-1,5 Tage vor dem Eisprung auftaucht).
Während sich vor dem Eisprung zuerst die Lage des Muttermunds ändert (dann Konsistenz und Weite), bildet sich nach dem Eisprung als erstes die Härte zurück (gefolgt von Öffnung und Höhe). Zum Üben der Cervixbeobachtung sollten Sie kurz vor der Ovulation beginnen, da sich Veränderungen in der Phase vor dem Eisprung eher langsam vollziehen, während im nachovulatorischen Zeitraum die Rückbildung recht abrupt abläuft.
Wenn Sie
verhüten, endet die fruchtbare Zeit üblicherweise am Abend des dritten Tages mit hartem, geschlossenem Muttermund, was bedeutet, dass der Muttermund drei Tage lang hart und geschlossen war (
Natürliche Familienplanung heute, S. 53-56). Den Muttermund testet man am besten abends, weil er morgens bei vielen Frauen stets weich ist. Prüfen Sie nicht direkt nach einem Geschlechtsverkehr, weil die Cervix danach verändert ist.
In ca. 1,7% der Zyklen können zwei oder mehrere Cervixrückbildungen festgestellt werden (
Natürliche Familienplanung heute, S. 56); es empfiehlt sich daher, stets eine doppelte Kontrolle (z.B. durch zusätzliche Überprüfung des
Zervixschleims) durchzuführen, bevor man davon ausgeht, unfruchtbar zu sein. Aber auch eine Erhöhung des Sicherheitsabstands von drei auf sechs Tage nach dem Cervixschluss führt zu eindeutig besseren Ergebnissen, da man so rechtzeitig mitbekommt, wenn die Cervix sich wieder öffnet. – Jegliche Haftung für die Informationen auf dieser Seite oder deren Richtigkeit ist ausgeschlossen.
(Letzte Änderung: 24.05.2007)